Donnerstag, 25. August 2016

GERHARD MOPS IN DER UHR

In Mops
macht es immer
nur tic-tac,
denn Mops
ist nun
in der Uhr.
Dort beschreibt er
mit dem Zeiger
ewige Kreisläufe.
Dabei stößt Mops
irre Laute aus
wie
"hui, hui" und "iih".
In Mopsens Kopf
hämmert es
beständig nur tic-tac
und das Kreisen
in Umläufen
der Uhr geht weiter.
Mops muß immer nur kreisen
und es macht tic-tac
in Mopsens Gehirn.
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Sein Pfleger meint: Alles wird gut.

GERHARD MOPS UND DIE BAKTERIEN AUS DEM WELTALL

Mops lebt in beständiger
Angst
vor den Bakterien
aus dem Weltall.
Sie sind überall,
die Bakterien aus dem Weltall.
Man kann ihnen nicht entkommen.
"Schnell fort", spricht es in Mops.
Denn die Bakterien sind da,
Mopsen zu holen.
Mops flieht in einen Keller.
Bange spürt er,
wie draußen
die Bakterien
vorbeibrausen.
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Gedichte über den allgemeinen Irrsinn

GERHARD MOPS: DIE VERSETZUNG IN DIE OORTSCHE WOLKE

Lange lebte Gerhard Mops
in Furcht
vor der Versetzung
in die Oortsche Wolke.
doch jetzt ist es passiert.
Mops schwebt jetzt
in sich mehrfach verdreht
zwischen Gesteinsbrocken auf einer ewigen Kreisbahn
in der Oortschen Wolke.
Mops muß jetzt immer nur kreisen.
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Aus: Gedichte über Sinnlosigkeit und Irrsinn

Mittwoch, 3. August 2016

KEINE TÖPFE IN DER ALTSTEINZEIT!

"Die für eine schnelle Wirkung (von Pflanzengiften) nötige Konzentration setzt langes Kochen voraus, wozu dem Jäger der Altsteinzeit die Töpfe fehlten."
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Wir von der Redaktion meinen: Das ist kein Leben!
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KURT WELKER: ALS DIE JAHRE KEINE ZAHLEN TRUGEN.

BIG RIP, BIG CRUNCH ODER BIG FREEZE: WAS IST BESSER?-WO STEHEN SIE?-HAVE YOUR SAY!

Beim Big Rip fliegt alles auseinander, beim Big Crunch wird alles "zusammengekrumpelt", beim Big Freeze erstarrt alles zu Eis.
Was ist besser bzw. weniger schlecht?-Ich für meine Person bin für Big Freeze, da es mir ohnehin immer zu warm ist.
Bitte abstimmen! Ja, auch ich bin für..., da...usw.
Ein Tröstliches hat dieses Szenario: Dann sind alle Probleme gelöst.
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"...NICHTS IST LANGWEILIGER, ALS ALTHEIMER SCHERBEN ZU SORTIEREN."-AZUBI WIRD WAHNSINNIG BEIM SCHERBENSORTIEREN-

Wir, von der Redaktion, schließen uns dem an.
Unser Azubi mußte dies einige Monate lang tun: Jetzt ist er in Behandlung, der Azubi.
Zusammenhang: KONRAD SPINDLER, DER MANN IM EIS, versucht die Lage des Heimatdorfes des Ötztal-Mannes zu klären:
"Was ist von den jung-und endneolithischen zirkumalpinen Kulturen bei unserem Ausschlußverfahren noch übriggeblieben? Im Norden sind dies spätes ALTHEIM und frühes CHAM, im Süden frühes REMEDELLO. Allen drei Kulturen ist gemeinsam, daß sich ihre Hauptverbreitungsgebiete nördlich, beziehungsweise südlich des Alpenfußes erstrecken. Allen dreien ist aber ebenso gemeinsam, daß sie auch bis in die Alpentäler vorstoßen."
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Die nächstgelegenen Besiedlungen waren im OBERINNTAL (OBERLAND) und im VINSCHGAU.
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Eben erfahren wir, daß unser Azubi wieder entlassen wurde. Im Keller warten noch weitere Kisten mit Altheim Scherben auf ihn. Lehrjahre sind nun mal keine Herrenjahre.
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Dienstag, 7. Juni 2016

NEUE OVIDVERSE GEFUNDEN!---

WISSENSCHAFTLICHE SENSATION: PSEUDO-OVIDVERSE ALS VERPACKUNGS MATERIAL VON SARDINENDOSE

Seit Jahren schon bezieht ein gewisser Dr. Philipp aus...-der Name wurde geändert- Spezialitäten von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Italien in der Nähe von... Doch diesmal staunte Dr. Philipp nicht schlecht, als er das Paket öffnete und die einzelnen Artikel (Sardinendosen, Olivengläser, Spaghetti, Tagliatelle, Gewürze etc.) auspackte. Die meisten davon waren in herkömmliches Zeitungspapier eingewickelt, doch die Verpackung einer der Sardinendosen sah irgendwie anders bzw. merkwürdig aus! Beim näheren Inspizieren des Papiers wunderte sich Dr. Philipp immer mehr über die Schrift, die nicht aus unserer Zeit zu sein schien. In alten Schriften bewandert, schoß es Dr. Philipp siedendheiß durchs Gehirn: Die Schrift der Verpackung mußte eine karolingische Minuskel sein! Dr. Philipp stockte der Atem.
Die älteste lateinische Buchschrift ist die von den Inschriften abgeleitete CAPITALIS (quadrata oder rustica). Hieraus entwickelte sich im 3. Jahrhundert die UNCIALIS, die eine Tendenz zu runden Formen aufweist, daraus im 4. Jahrhundert die HALBUNCIALIS, die für die Weiterentwicklung besonders wichtig war, denn aus ihr und der RÖMIsCHEN KURSIVE entstanden dann die NATIONALSCHRIFTEN. Von da aus ging die Entwicklung zur KAROLINGISCHEN MINUSKEL (ca. 800) weiter.
Als der des Lateins kundige Dr. Philipp den Inhalt des Fragments näher untersuchte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Der Text handelt vom Leben eines dicken, freßgierigen Knaben, der armen Kindern alles wegnimmt bzw. wegfrißt und sie tyrannisiert, und von den allegorischen Figuren der Pietas, des Modus und der Humanitas, die als Trinitas auftreten und das fette Kind zur Strafe für sein widerwärtiges Verhalten verwandeln. Ein Teil des Textes bilden die Gerichtsreden von Pietas, des Modus und der Humanitas, die jeweils andere Strafen für den dicken bösen Knaben vorschlagen. Pietas fordert die Verwandlung in eine Kröte, Modus die in eine Qualle und Humanitas die in eine Made! Am Ende siegt Humanitas, auch weil ihr Iustitia beisteht. Allerdings spricht die ein Salomonisches Urteil: Der feiste Knabe solle zuerst für 10 Jahre in eine Kröte, dann für weitere 10 Jahre in eine Qualle und schließlich für 10 Jahre in eine Made verwandelt werden. Danach soll sich dieser Prozeß noch einmal wiederholen. Ganz am Ende wird Made Nr. 2 von einem Specht gefressen, der sich aber den Magen verdirbt und lange Magenkrank ist.
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Doch wie kommt es, daß die Sardinendose in ein Fragment einer alten Handschrift eingewickelt war? Nun, Dr. Philipp fand heraus, daß in alten Urkunden das Gelände des heutigen landwirtschaftlichen Betriebes als Klosteranlage bezeichnet wurde. Die Arbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes, anscheinend allesamt arge "rustici", nahmen wohl zum Einwickeln, was sie gerade finden konnten. In grober Unkenntnis wurde so das Fragment zweckentfremdet. Zum Segen der Wissenschaft wurde es zumindest nicht weggeworfen.

Dr. Philipp, im Bewußtsein der Tragweite seiner Entdeckung, machte sich sofort daran, den Text wissenschaftlich zu edieren und ein Handschriftenstemma zu erstellen. Ihm war sofort klar, daß es sich bei dem Fragment um 1.) eines, wenn nicht das älteste Ovidfragment handelt und b) daß es sich hierbei um PSEUO-OVIDIANA handeln muß, da OVIDIUS die Metamorphosen fast immer an mythologischen Figuren vollziehen läßt.
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Wir werden über den Fortgang der Recherchen von Dr. Philipp weiterhin ausführlich berichten und bleiben gespannt auf weitere Ergebnisse. Denn nichts ist so spannend wie wahre Wissenschaft!
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das murmillo-team

Sonntag, 5. Juni 2016