Mittwoch, 3. August 2016

"...NICHTS IST LANGWEILIGER, ALS ALTHEIMER SCHERBEN ZU SORTIEREN."-AZUBI WIRD WAHNSINNIG BEIM SCHERBENSORTIEREN-

Wir, von der Redaktion, schließen uns dem an.
Unser Azubi mußte dies einige Monate lang tun: Jetzt ist er in Behandlung, der Azubi.
Zusammenhang: KONRAD SPINDLER, DER MANN IM EIS, versucht die Lage des Heimatdorfes des Ötztal-Mannes zu klären:
"Was ist von den jung-und endneolithischen zirkumalpinen Kulturen bei unserem Ausschlußverfahren noch übriggeblieben? Im Norden sind dies spätes ALTHEIM und frühes CHAM, im Süden frühes REMEDELLO. Allen drei Kulturen ist gemeinsam, daß sich ihre Hauptverbreitungsgebiete nördlich, beziehungsweise südlich des Alpenfußes erstrecken. Allen dreien ist aber ebenso gemeinsam, daß sie auch bis in die Alpentäler vorstoßen."
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Die nächstgelegenen Besiedlungen waren im OBERINNTAL (OBERLAND) und im VINSCHGAU.
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Eben erfahren wir, daß unser Azubi wieder entlassen wurde. Im Keller warten noch weitere Kisten mit Altheim Scherben auf ihn. Lehrjahre sind nun mal keine Herrenjahre.
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Dienstag, 7. Juni 2016

NEUE OVIDVERSE GEFUNDEN!---

WISSENSCHAFTLICHE SENSATION: PSEUDO-OVIDVERSE ALS VERPACKUNGS MATERIAL VON SARDINENDOSE

Seit Jahren schon bezieht ein gewisser Dr. Philipp aus...-der Name wurde geändert- Spezialitäten von einem landwirtschaftlichen Betrieb aus Italien in der Nähe von... Doch diesmal staunte Dr. Philipp nicht schlecht, als er das Paket öffnete und die einzelnen Artikel (Sardinendosen, Olivengläser, Spaghetti, Tagliatelle, Gewürze etc.) auspackte. Die meisten davon waren in herkömmliches Zeitungspapier eingewickelt, doch die Verpackung einer der Sardinendosen sah irgendwie anders bzw. merkwürdig aus! Beim näheren Inspizieren des Papiers wunderte sich Dr. Philipp immer mehr über die Schrift, die nicht aus unserer Zeit zu sein schien. In alten Schriften bewandert, schoß es Dr. Philipp siedendheiß durchs Gehirn: Die Schrift der Verpackung mußte eine karolingische Minuskel sein! Dr. Philipp stockte der Atem.
Die älteste lateinische Buchschrift ist die von den Inschriften abgeleitete CAPITALIS (quadrata oder rustica). Hieraus entwickelte sich im 3. Jahrhundert die UNCIALIS, die eine Tendenz zu runden Formen aufweist, daraus im 4. Jahrhundert die HALBUNCIALIS, die für die Weiterentwicklung besonders wichtig war, denn aus ihr und der RÖMIsCHEN KURSIVE entstanden dann die NATIONALSCHRIFTEN. Von da aus ging die Entwicklung zur KAROLINGISCHEN MINUSKEL (ca. 800) weiter.
Als der des Lateins kundige Dr. Philipp den Inhalt des Fragments näher untersuchte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Der Text handelt vom Leben eines dicken, freßgierigen Knaben, der armen Kindern alles wegnimmt bzw. wegfrißt und sie tyrannisiert, und von den allegorischen Figuren der Pietas, des Modus und der Humanitas, die als Trinitas auftreten und das fette Kind zur Strafe für sein widerwärtiges Verhalten verwandeln. Ein Teil des Textes bilden die Gerichtsreden von Pietas, des Modus und der Humanitas, die jeweils andere Strafen für den dicken bösen Knaben vorschlagen. Pietas fordert die Verwandlung in eine Kröte, Modus die in eine Qualle und Humanitas die in eine Made! Am Ende siegt Humanitas, auch weil ihr Iustitia beisteht. Allerdings spricht die ein Salomonisches Urteil: Der feiste Knabe solle zuerst für 10 Jahre in eine Kröte, dann für weitere 10 Jahre in eine Qualle und schließlich für 10 Jahre in eine Made verwandelt werden. Danach soll sich dieser Prozeß noch einmal wiederholen. Ganz am Ende wird Made Nr. 2 von einem Specht gefressen, der sich aber den Magen verdirbt und lange Magenkrank ist.
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Doch wie kommt es, daß die Sardinendose in ein Fragment einer alten Handschrift eingewickelt war? Nun, Dr. Philipp fand heraus, daß in alten Urkunden das Gelände des heutigen landwirtschaftlichen Betriebes als Klosteranlage bezeichnet wurde. Die Arbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes, anscheinend allesamt arge "rustici", nahmen wohl zum Einwickeln, was sie gerade finden konnten. In grober Unkenntnis wurde so das Fragment zweckentfremdet. Zum Segen der Wissenschaft wurde es zumindest nicht weggeworfen.

Dr. Philipp, im Bewußtsein der Tragweite seiner Entdeckung, machte sich sofort daran, den Text wissenschaftlich zu edieren und ein Handschriftenstemma zu erstellen. Ihm war sofort klar, daß es sich bei dem Fragment um 1.) eines, wenn nicht das älteste Ovidfragment handelt und b) daß es sich hierbei um PSEUO-OVIDIANA handeln muß, da OVIDIUS die Metamorphosen fast immer an mythologischen Figuren vollziehen läßt.
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Wir werden über den Fortgang der Recherchen von Dr. Philipp weiterhin ausführlich berichten und bleiben gespannt auf weitere Ergebnisse. Denn nichts ist so spannend wie wahre Wissenschaft!
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das murmillo-team

Sonntag, 5. Juni 2016

Dienstag, 24. Mai 2016

JOSEPH MELLEN: DER IRRE SCHÜLER DES IRREN DR. BART HUGES

Gemäß dem Motto seines Lehrmeisters ("Gehirn braucht Blut"), bohrte sich Joseph Mellen ein Loch in den Kopf und verfaßte sogar ein Buch darüber, das den lustigen wie treffenden Titel "Bore hole" trägt. Der erste Satz lautet:
"Diese Geschichte erzählt, wie ich auf die Idee kam, mir ein Loch in den Schädelknochen zu bohren, um ständig 'high' sein zu können." Seine Freundin Amanda Fielding tat es ihm gleich und drehte sogar einen Film über ihren schaurigen Selbstversuch! Titel: Heartbeat in the Brain.
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Charles Berlitz

DR. BART HUGES: DER DOKTOR, DER IM IRRENHAUS LANDETE

Bei Charles Berlitz lesen wir: Der Holländer Dr. Bart Huges glaubte, unser Bewußtsein hänge vom Blutvolumen im Gehirn ab. Durch den aufrechten Gang-so der Doktor-sei, bedingt durch die Schwerkraft, die Sauerstoff-und Nährstoffzufuhr zum Gehirn verringert. Diesem Mißstand versuchte er abzuhelfen, indem er sich mit einem elektrischen Bohrer ein Loch in den Kopf bohrte! Jetzt glaubte er, wieder im infantilen Zustand zu sein, Urträume zu haben und intensivere Sinneswahrnehmungen. Das war den Behörden nicht ganz geheuer. Sie steckten Dr. Huges kurzerhand in ein Irrenhaus!
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CHARLES BERLITZ: DIE GRÖSSTEN RÄTSEL UND GEHEIMNISSE UNSERER WELT.

EIN NACHFAHRE VON DRACULA, DER DIE FAMILIENTRADITION HOCHHÄLT

Jeder kennt den schaurigen Prinz VLAD IV, Fürst der Walachei, genannt "Vlad, der Pfähler". Dieser war der historische Dracula und diente Bram Stoker als Vorbild für seinen berühmten Roman. Charles Berlitz berichtet, daß jetzt (1988) "ein schier unglaublicher Zufall" "ans Licht" kam. Es wurde nämlich ein direkter Nachkomme des Prinzen VLAD entdeckt. Selbiger arbeitet passenderweise (wie sollte es auch anders sein) in einer Blutbank!
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Samstag, 7. Mai 2016

ADDENDUM: HERBERT WENDT: ICH SUCHTE ADAM

Die Entdeckung des Menschen, Rororo-Verlag. Laut Cover (Rückseite) eine "erregende Darstellung von der Suche nach d(en Anfängen des Menschengeschlechts"; Konjektur: an dieser Stelle ist mein völlig zerlesenes Taschenbuchexemplar schadhaft; da ich ein armer Mann bin, konnte ich mir noch kein neues kaufen).
"Ein faszinierendes Gegenstück zu CERAMS "Götter, Gräber und Gelehrte."
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"NEANDERTAL IN SEINER GANZEN FURCHTBAREN MASSIGKEIT UND PRIMITIVITÄT!"-EUROPÄISCHER EISZEITMENSCH WANDERT NACH GRÖNLAND UND NORDAMERIKA AUS

1908 grub der vorgeschichtler OTTO HAUSER bei LE MOUSTIER einen Schädel und ein Skelett aus. Der Schädel wies starke Überaugenwülste auf. HAUSERS Kollege HERMANN KLAATSCH rieft enthusiastisch aus:
"Wir haben's gefunden! Es ist Neandertal in seiner ganzen furchtbaren Massigkeit und Primitivität!"
OTTO HAUSER fand 1909 bei COMBE CAPELLE auch den langschädeligen AURINAC- MENSCHEN. Dieser hatte auf der linken Seite ein Loch, was auf Kannibalismus hinweist. HAUSER hatte sich in der Grotte von COMBE CAPELLE durch vier "Kulturschichten" hindurchgewühlt. Als er fündig wurde, glaubte er endlich die Zwischenrasse von NEANDERTALER und CRO MAGNON gefunden zu haben. Stolz gab er ihm den Namen "HOMO AURIGNACENSIS HAUSERI". HERBERT WENDT, ICH SUCHTE ADAM, schreibt:
"Denn der Schädel wirkte, verglichen mit dem eines CRÔ-MAGNON-MENSCHEN, in vielen Punkten recht urtümlich, schon durch die niedrige Stirn, die kräftige Mundpartie und die dicken Überaugenbögen. Andererseits jedoch war er so lang, daß er einen überzüchteten Hocharistokraten von heute hätte zieren können. Die typischen breiten CRÔ-MAGNON-Köpfe sahen neben ihm beinahe mongolisch aus." Der Fund wurde als HOMO SAPIENS DILUVIALIS definiert.
HAUSERS dritter großer Fund war der MENSCH VON CHANCELADE. Die Rassentheoretiker waren "hocherfreut" über dessen Langschädel. Leider hatte der CHANCELADE-MENSCH einen gedrungenen, plumpen, fast pygmäenhaft wirkenden Körperbau. HERBERT WENDT schreibt:
"Neben den Modellgestalten des nordischen Menschen...mußte der MANN VON CHANCELADE wie ein wasserköpfiger Kretin ausgesehen haben."
Jetzt kommt Anthropologe L. TESTUT ins Spiel. Der meinte: Ist doch ganz "easy". Bei den ESKIMOS kommen solche Zwerge mit Wasserköpfen zuhauf vor. Kombiniere, der CHANCELADE-MENSCH ist der Urahn aller ESKIMOS. Doch wie kommt der ins "Eskimo-Land!? Kein Problem. Als am Ende der Eiszeit die RENTIERE wegzogen, stellten dessen Nachkommen fix einen Treck zusammen und machten einen kleinen Jagdausflug nach Grönland. Da es von dort nicht mehr weit ist, zogen sie auch gleich bis Nordamerika weiter.
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