Dienstag, 2. Juni 2015

DOM RENATO RULES: SPIEGEL I / 2015

Ein gewisser RENATO BARROS hat einen königlichen Brief von 1903 erworben, wodurch er die Hoheitsrechte über eine winzige Insel in der Bucht von Funchal/ Madeira bekam. Ohne lange zu fackeln, hat sich Barros zum Staatschef ausgerufen und in den Fürstenstand befördert. Er nennt sich jetzt FÜRST DOM RENATO I. Laut Definition bedarf ein Staat dreier Kriterien: Territorium-Volk-Staatsgewalt. Das Volk ist seine Familie und die Staatsgewalt er selbst. Seine Verfassung besteht ganz pragmatisch aus zwei Artikeln; 1.) "Das Wort von DOM RENATO ist Gesetz."-2.) "bei Zweifeln siehe oben."

Ein Wappen hat DOM RENATO auch schon (selbstgemalt!). Der russische Geiger Grigorij Seduch hat ihm sogar eine Hymne komponiert. (Würde ich gerne mal hören!)- Und eine venezolanische Uni hat ihn zu Ehrendoktor gemacht.

Lang lebe DOM RENATO!

Sonntag, 24. Mai 2015

MODERNE PHYSIK: WAS IST EINE PARKBANK?

Eine solide Sitzgelegenheit?-IRRTUM!---

VIKTOR FARKAS erklärt dies so:

"De facto ist sie ein unvorstellbares System, das zu 99, 9999...Prozent aus Nichts und zu einem verschwindenden Rest aus einer Verunreinigung-der Materie-besteht, die ihrerseits wieder aus schemenhaften Materiewellen gebildet wird, die sich jeglichem Zugriff entziehen. Genau genommen ist besagte Parkbank überhaupt nur ein Schlagschatten aus dem Hyperraum, eine lokale Irregularität der Raum-Zeit-Geometrie oder was immer man nach der jeweiligen Theorie auswählt. Wem solche Vorstellungen Kopfschmerzen bereiten, der möge sich damit trösten, daß wir, die wir über derartige Konzepte nachdenken, um keine Spur substantieller sind."

Ein bißchen viel für eine blöde Parkbank!-Wer also auf einer Parkbank sitzt, der sitzt auf nichts! Und wer eine solche stiehlt, der klaut eigentlich-nichts! Das Stehlen einer Parkbank dürfte daher nicht strafbar sein. Aber nach längerem Nachdenken kommt man darauf, daß es sich nicht sehr lohnt, dies zu tun. Hier stellen sich noch weitere wichtige Fragen: Wer braucht schon eine Parkbank und sollte man überhaupt eine solche besitzen.

Weiter: Parkbänke sind nur Wellen, Schatten aus dem Hyperraum und schrecklich irregulär und wir, die wir über Parkbänke nachdenken, haben auch nicht viel mehr Substanz als so eine Parkbank.

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VIKTOR FARKAS: UNERKLÄRTE PHÄNOMENE

("die Physik erklärt alles-bis auf die Naturgesetze...")
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Eine ganz ähnliche Frage wird in der FEUERZANGENBOWLE von SPOERL gestellt:
"Wat is eene Dampfmaschin'...Da stellen wir uns janz dumm..."



Donnerstag, 14. Mai 2015

30. JULI 909: DIE UNGARN BEREITEN DER STADT FREISING "EIN ÜBERRASCHENDES SONNTAGSVERGNÜGEN"-DIE KATHEDRALE WIRD DURCH GÖTTLICHEN NEBEL GERETTET

Am 30. Juli anno 909 schauten die Horden der Magyaren im bayerischen Freising vorbei, "but not to just say hello". Das Reitervolk aus der Steppe, allesamt arge Heiden, die unseren Herrn Jesus nicht lieb hatten, hausten in der Stadt gar jämmerlich. Anscheinend ohne Sinn für sakrale Architektur, brannten sie zwei Kirchen nieder, doch blieb die Kathedrale unversehrt.
Wie das?-Einzige vernünftige Erklärung: Der Herr hatte die Heiden entweder mit Blindheit geschlagen oder die Kathedrale durch einen Nebel unsichtbar gemacht. Einleuchtend, nicht? Credo, quia absurdum!
Am 4. August war dann der Spuk vorbei.
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Gefunden bei: HELLMUT DIWALD: HEINRICH DER ERSTE.
Zu den Ungarneinfällen von 909: ANNALES ALAMANNICI.

Dienstag, 28. April 2015

DER UNANGENEHME HUMOR DES KAISERS DOMITIAN

Einst lud TITUS FLAVIUS DOMITIANUS (geb. 51 n.) Senatoren und Ritter zu sich ein. Diese wurden in ein Gelaß geführt, in dem alles schwarz war: Wände, Decke, Fußboden, selbst die Klinen. Dann ließ er neben jedem Gast einen Grabstein aufstellen; auf diesem war der Name des jeweiligen Gastes angebracht und ein Lämpchen. Als nächstes kamen nackte Knaben herein, die schwarz geschminkt waren, und tanzten. Schließlich unterhielt DOMITIAN seine Gäste  noch mit Vorträgen über Tod und Blutvergießen. Eine gelungene Party.
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Quelle: M. GRANT: ROMS CÄSAREN

DINGE, DIE MAN WISSEN MUSS: DIE WIKINGER UND DIE WEIBER

1.) Als HARALD SCHÖNHAAR die edle RAGNHILD VON JÜTLAND ehelichte, gab es da noch ein kleines Problem in Form von neun weiteren Frauen zu beseitigen, von denen er sich scheiden ließ.
2.) JARL HAAKON raubte noch als alter Drecksack die Weiber seiner Bauern. Wenn er dann genug hatte, schickte er sie wieder zurück in ihren Schweinestall.
3.) AMIN RAZI erzählt: Jeder der 400 Kämpfer des Königs der Rus hatte eine Sklavin. Der König selbst hatte deren 40! Diese wurden vor aller Augen genommen! So war das damals.
4.) IBN FADLAN berichtet: Die Sklavenhändler der Rus führten ihre Ware "in actu" vor.
Nach: R. PÖRTNER: DIE WIKINGER SAGA.
"Den zitierten Äußerungen ist zu entnehmen, daß die Wikinger nicht an den Nutzen der Enthaltsamkeit glaubten, daß sie vielmehr in innigem Konnex mit ihren Trieben lebten und es für das Selbstverständlichste von der Welt hielten, ihnen nachzugehen."
Römpömpöm! Hörhör!

Samstag, 4. April 2015

ALS OLD SHATTERHAND NOCH DANEBEN SCHOSS

Eine amüsante Episode über die Schießkünste von Old Shatterhand findet sich in KARL MAYS Zweiteiler OLS SUREHAND, 1. Band, Kap. 1:
"Da kam OLD WABBLE auf die unglückselige Idee, unsere Treffsicherheit zu prüfen, indem er uns aufforderte, auf einige Aasgeier zu zielen. Diese Vögel hatten sich ungefähr siebzig Schritte von uns auf einem Büffelgerippe niedergelassen, und ich sollte als der erste meine Kunst zeigen. Nun, ich sage euch, die Geier konnten mit mir zufrieden sein, denn es kam genauso, wie ich gedacht hatte: ich schoß viermal, ohne zu treffen, und es fiel keinem der Aasfresser ein, auszureißen."
Und etwas später heißt es:
"Im Hochtal angekommen, entledigte ich das Maultier seiner Last und band die Pferde los, um sie grasen zu lassen. Die mir dann zu Gebote stehende lange Muße benützte ich zu Schießübungen. Ich hatte ein gefülltes Pulverhorn, und beim Gepäck gab es auch eine ganze Büchse voll. Als mein Horn leer war, konnte ich zu meiner Genugtuung sagen, daß ich einen Kirchturm nun schon auf zweihundert Schritt treffen würde."
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Donnerstag, 12. März 2015

SILLY-WALKS GRÜSST AN DIESER STELLE ALLE EXISTENZIALISTEN

...denen die Lektüre von Heidegger nicht bekommen ist.

(siehe auch mein essay: Über die Geworfenheit und die Verfallenheit an das Da als Seinsweise des Menschen, Hofheim im Ried 1978, erschienen im Riedverlag, Riedstraße 2 (vorletztes Haus rechts, 2 mal klingeln).