Samstag, 25. Januar 2014

SUREN, HANS: FKK IM DRITTEN REICH

einestages.spiegel.de: Körperschau mit Nacktmodellen

ALTERNATIVE BROWSER OHNE INSTALLATION



Viele Internetnutzer sind mit dem Explorer-Browser unzufrieden. Deshalb gibt es eine Hand voll alternativer Browser, von denen der Firefox anfangs der bekannteste war. Heute gibt es aber auch den Opera Browser, Chrome/Chromium oder von Apple den Safari.

Wenn man diese Browser nur ausprobieren oder sein System nicht belasten will, gibt es diese Browser auch in einer Version, die nicht installiert werden muss. Sie kann dann auf der Festplatte oder tragbar mit einem USB-Stick etc. überall eingesetzt werden.

Hier sind einige Links zu dem Thema:

Firefox Portable

Opera@USB

Opera Portable


Sonntag, 12. Januar 2014

TRINKSPRÜCHE & KNEIPENLATEIN

IN DER SCHENKE...
"mihi est propositum in taberna mori"


gallorömischer Weingott Sucellus

pie!                                            = trink!
bibite!                                        = trinkt!
vivas!                                         = du sollst leben!
prosit!                                        = es möge nützen!
felix sis!                                      = du mögest glücklich sein!
ave copo!                                   = sei gegrüßt, Wirt!
tibi a me                                     = dir /für dich von mir
bibe a me!                                  = trink von mir! trink! Von mir sei dir der Becher gereicht!
bibe de meo!                              = trink von meinem (Wein)!
vivas mi(hi)!                                = du sollst mir leben!
gaude!                                       = freue dich!
gaudeas!                                    = mögest du fröhlich sein!
hilaris sis!                                   = sei vergnügt!
hilaris vivas!                               = mögest du heiter leben!
vale!                                          = (auf) dein Wohl!
bibamus!                                   = laßt uns trinken!
gaudeamus!                               = laßt uns fröhlich sein!
vivamus!                                    = wir wollen das Leben genießen!
(Auf einem Grabstein steht: Amici dum vivimus vivamus = Freunde, solange wir leben, laßt uns das Leben genießen.)
bibite toti amici de ola                = trinket, alle meine Freunde aus dem Becher!
hic amici bibunt                          = hier trinken die Freunde
imple (me)!                                = füll mich (der Becher spricht sozusagen)
reple (me)!                                 = füll mich noch einmal!(eins geht noch)
Accipe me sitiens et (potus) trade sodali! = Nimm mich, wenn du durstig bist, und nach dem Trunk reiche (den Becher) dem Kameraden  (sogar in Hexameterform!)
mitte mi(hi) vinum!                      = füll' mir Wein (in den Becher)
da vinum/da vinum mi(hi)!           = gib mir Wein!
misce copo!                               = misch (den Wein), Wirt!
parce aquam!                             = spare das Wasser!
accipe/excipe/escipe (geschrieben)= nimm!
misce, vivas!                                = mische, du sollst leben!
da merum!                                  = gib mir vom ungemischten Wein!
cervisia                                       = Bier
vinum novum                               = Heuriger
vinum vetus                                 = einjähriger Wein
vinum vetustissimum                    = uralter Jahrgang
nobilissimum                               = von bester (vornehmster) Qualität
superlativum                                = von höchstem Genuß
(die letzten drei Sorten waren in der Kneipe nicht zu bekommen!)
hospita                                        = die Frau Wirtin
(wie ihr Mann meistens von schlechtem Ruf!)
vita!                                            = Liebchen! (antike Anmache)
vitula mea!                                  = mein Kälbchen!
(item; so sind die Männer(!), hat sich nicht viel geändert seit damals)
dulcis/dulcissima                         = Liebchen/Liebste (Schätzchen)
(findet sich auf Grabstein)
salus                                           = die Freundin
vita bibe                                     = trink, mein Leben=Liebchen
bene sit tibi!                                = Prost, Liebchen (es sei dir wohl)
amo te vita                                  = ich liebe dich, Mädchen (mein Leben)
vinum vires                                 = Wein gibt Kraft (abgekürzt: vires/vis)
si potes tu                                   = wenn du kannst, du   = komm doch, wenn du was willst (bei Streitigkeiten)
vinco te                                       = ich besiege dich (der Trinkbecher spricht gewissermaßen)
vinco bibentes                            = ich besiege die Zecher Säufer)
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Unglaublich, allesamt Säufer, die Vorfahren!
AUS: DIE RÖMER AM RHEIN (Sammlung Rheinisches Land), erläutert von Dr. Peter La Baume, Lengerich o.J.
EREC

Samstag, 14. Dezember 2013

DJANGO WIRD NACHHILFELEHRER

1) DER HITMAN

Django braucht dringend Munition. Er hat kein Geld mehr. Also nimmt er einen Job in einer Nachhilfeschule an. Er ist wie immer ganz in Schwarz gekleidet. Über seiner Brust trägt er zwei gekreuzte Patronengurte. Sein Hut ist tief ins Gesicht gezogen. Er raucht einen schwarzen Zigarillo Marke Sargnagel. Mit schweren Stiefeln und Sporen betritt er das Lehrerzimmer. Die Lehrerschaft erbleicht, weil sie glaubt ihr letztes Stündlein sei gekommen. Doch Django grüßt freundlich und geht ins Büro der Leiterin.
Die Chefin war eine platinblonde höhere Tochter mit Spitzenbluse. Sie studiert Djangos Lebenslauf und erbleicht.
-Äh, Sie sind also-hmhm-Herr Django?
-Yeah!
-Und Ihr Vorname?
-Nur Django! Meine Feinde nennen mich Django. Freunde habe ich nicht.
-Na dann, äh, Ihr Lebenslauf ist recht beeindruckend.
-Yeah!
Stimmt das alles, mit den Duellen und so?
-Yeah!
-Also, Herr Django, wir wenden uns an den pädagogischen Idealisten. Kindererziehung ist eine Berufung. Bei uns sollen sich die Kinder wohlfühlen. Bei guten Leistungen bekommen sie ein Gummibärchen oder einen Stempel ins Heft. Ist das nicht lieb?
-Yeah!
Es ist so schön, wenn einen die lieben Kinder lieben.
-Yeah!
In diesem Moment kommen ein paar der "lieben Kinder" schreiend ins Büro gelaufen. Ein besonders dickes, abstoßendes Exemplar versucht die Schranktür aufzubrechen.
-Wir erziehen unsere Kinder freiheitlich. Sie sollen ihre Persönlichkeit entfalten.
Dann nimmt die Blonde eines dieser Monstren auf den Schoß und schiebt ihm eine Ladung Gummibärchen ins Maul, die es schmatzend verschlingt.
-So, jetzt zeige ich Ihnen die Räume. Wir haben sie ganz lieb eingerichtet.
An den Wänden gab es alberne Kinderzeichnungen. Django verzieht das Gesicht. Er hätte die Wände lieber schwarz gestrichen und weiße Kreuze aufgehängt sowie Bilder von P. Bruegel und Hieronymus Bosch.
Plötzlich stand ein dünnes Männlein mit Silberbrille und seitengescheiteltem Haar vor ihnen.
-Das ist unser lieber Herr Dummbach. Die Kinder lieben ihn. Er macht einen ganz lieben Unterricht. Er ist nämlich immer ganz fröhlich und lieb. Und das ist der liebe Herr Django.
Django schaut gefährlich. Wurde nicht damals in El Paso ein gewisser El Dummbacco steckbrieflich gesucht? Hatte dieser nicht herumerzählt, er sei schneller als Django?  Sollte der hier untergetaucht sein und sich hinter der Maske des Biedermannes verstecken? Wenn beide Personen identisch sind, dann stand für Django eines fest: Er mußte El Umbacco umlegen.
Djangos erste Stunde begann.
-Ihr seid also alle schlecht in der Schule? O.k., macht nichts. Ihr schreibt jetzt alle 100mal in euer Heft: Wir sind alle blöd, das macht aber nichts.-Du da, wenn ich 6 Kugeln im Revolver habe und-sagen wir- vier Gegner umlege, wieviele Kugeln bleiben dann noch in der Trommel?
-5, Herr Django.
-Du schreibst in dein Heft: Ich bin nicht blöd, ich bin saublöd.
-Jawohl, Herr Django.
-Du da?
-Noch zwei, Herr Django.
-Gut, und wieviel Gegner kann ich mit zwei Kugeln umlegen?
-Weiß nicht, Herr Django.
-Du schreibst in dein Heft: Ich bin ein hoffnungsloser Fall.
-Jawohl, Herr Django.
-Du da.
-Zwei, Herr Django, wenn Sie nicht danebenschießen.
-Ich schieße nie daneben.
Im Büro begrüßt eine neue Kollegin Django.
-Hallo, ich bin die Tweeny.
-Yeah!
-Haben Sie auch schon pädagogische Erfahrungen.
-Yeah! Ich war mal Aufseher in Französisch-Guyana.
-Wie interessant! Ist das eine private Lehreinrichtung?
-So ähnlich.
-Sicher haben Sie dort viele liebe Menschen kennengelernt.
-Alle ganz reizend.
Zweite Stunde: Django betritt schweren Schrittes den Raum. Totenstille. Django deutet auf ein protoplasmatisches Kind.
-Du da, Fettsack, du machst jetzt 20 Liegestützen. Wer redet macht 20 Liegestützen, wer nicht redet auch. Kapiert? Geht das in eure verkümmerten Hohlköpfe? Was sind 20 Liegestützen plus 20 Liegestützen? Du da.
-Viele Liegestützen, Herr Django.
-Und genau die machst du jetzt.
Die stunde war ein voller Erfolg. Django geht nach getaner Arbeit wieder ins Büro. Dort sind einige Kinder. Als sie Django sehen, beginnen sie fürchterlich zu schreien.
-Was haben Sie mit den armen Kindern gemacht?
-Ich habe ihnen Schliff beigebracht.
-Sie Unmensch, ein Kind ist schon in psychiatrischer Behandlung.
-Wir leben in schweren Zeiten.

2) DIE ABRECHNUNG

Doch Djangos Arbeit war noch nicht getan. Er mußte noch El Dummbacco umlegen. Gesagt, getan. Einen Tag später erledigte er diesen aus dem sicheren Hinterhalt. Es war ein fairer Kampf.
Diese Tat fand ihren poetischen Niederschlag in der Ballade von El Dummbacco, die in Mexiko gesungen wurde. Diese ging so:
El Dumbacco-aya-aya-de-e-er grofße Pifstole-e-ro
El-Dummba-a-acco fsagte-aya-aya,
er fsei fsneller alfs Dfsango-o.
Doch dafs- war fsein Fe-e-ehler, aya-aya.
Da erfsoß Dfsango den El Dummba-a-acco, aya-aya...
Das Lied wurde mehrfach prämiert!
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Euer Django



Mittwoch, 6. November 2013

RUBRIK "VERRÜCKTE WISSENSCHAFTLER"

DAS WAREN NOCH IDEALISTEN!

"ALFRED RUST, Jahrgang 1900, gebürtiger Hamburger-heute ein Experte von internationalem Rang-, ist ein Selfmademan seiner Wissenschaft."
(RUDOLF PÖRTNER: BEVOR DIE RÖMER KAMEN, Droemer, Knaur, Ludwigsburg, Augsburg, S. 115)
Rust wuchs in extremer Armut auf. Der Vater war früh verstorben und die Mutter mußte zwei Kinder durchbringen. Das Geld reichte "hinten und vorne" nicht. Nach dem Krieg machte er eine Lehre als Elektriker. Doch auch das Geld, das er verdiente, reichte gerade so. Rust mußte lange sparen, um sich z.B. einen gebrauchten Photoapparat und ein altes Fernglas zu kaufen. Wissensdurstig wie er war, belegte er fleißig Abendkurse. Eines Tages nahm der Urgeschichtler GUSTAV SCHWANTES sich des jungen Studiosus an. Zunächst erforschte er die Gegend um Ahrensburg auf "sonntäglichen Radtouren", doch dann entschloß er sich, im Namen der Wissenschaft  mit dem Fahrrad nach Syrien zu fahren! Das war im Jahr 1930. RUST erklärte:
"Er habe ein Fahrrad, eine Zeltausrüstung und etwas erspartes Geld, mehr brauche er für das Unternehmen nicht, erklärte er dem erstaunten SCHWANTES. Und ohne das Kopfschütteln seiner Freunde zur Kenntnis zu nehmen, begann er die bescheidenste Expedition auszurüsten, welche die Chronik der prähistorischen Wissenschaft verzeichnet. Anfang September fuhr er los-mit dem Fahrrad direkt in die Urgeschichte."
Distanz: 4500 km
Reisezeit: 3 Monate
Geld pro Tag: eine Mark! (dafür bekommt man nicht einmal die Luft aufgepumpt)
erste Station am Reiseziel: dänisches Krankenhaus wegen Ruhr
erste Aktion: Grabungen bei den Jabrudhöhlen; Entdeckung einer "der bedeutendsten steinzeitlichen Fundstätten des Vorderen Orients."
1931: wieder zurück in Hamburg; selbstgestellter Auftrag erfüllt
In den folgenden 3 Jahren machte RUST diesen Höllentrip noch drei Mal! Chronischer Geldmangel zwang ihn, im Nebeker Krankenhaus elektrische Leitungen zu legen.
Lohn der Arbeit: Erforschung der sog. Ascalon-Kultur (nie gehört!)
Dann hatte er plötzlich genug von der Radfahrerei und wandte sich der Erforschung der heimischen Gefilde zu. Er begab sich nun auf die Suche der "Knochenwerkzeuge der Menschen der Eisenzeit".
Auch ein schönes Ziel.
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Es lebe der Idealismus!